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Archives for September 2015

Steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Kosten für die Kinderbetreuung können von Eltern in der Höhe von maximal EUR 2.300,00 pro Kalenderjahr und Kind abgesetzt werden.

Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein:

*Das Kind hat zu Beginn des Kalenderjahres das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet.

*Das Kind hat das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet und es wird für das Kind aufgrund einer Behinderung erhöhte Familienbeihilfe gewährt.

*Die Betreuung muss in einer privaten oder öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtung oder durch eine pädagogische qualifizierte Person erfolgen.

*Die Betreuungskosten müssen tatsächlich angefallen sein.

 

Welche Kosten sind abzugsfähig?

*Kosten für die Kinderbetreuung

*Fahrtkosten zu einer Tagesmutter/einem Tagesvater

*Kosten für Verpflegung und Bastelgeld

*Kosten für die Betreuung während der schulfreien Zeit (Voraussetzung: Betreuung erfolgt von einer pädagogisch qualifizierten Person

*Kosten für die Ferienbetreuung – Verpflegung und Unterkunft, Sportveranstaltungen, Fahrtkosten für den Bus zum und vom Ferienlager (Voraussetzung: Betreuung muss von einer pädagogisch qualifizierten Person erfolgen)

 

-> Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten ist, dass ein Anspruch für den Kinderabsetzbetrag  für das Kind von mehr als sechs Monate im Kalenderjahr besteht.

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SVA-Überbrückungshilfe

vorgeschriebene SV-Beiträge um 50% reduziert

 

Die Überbrückungshilfe gibt es für selbständig Erwerbstätige, die ein Ein-Personen- oder Kleinstunternehmen führen einmalig und grundsätzlich für höchstens sechs Monate. Die Überbrückungshilfe macht 50 % der vorgeschriebenen Sozialversicherungsbeiträge aus. Diese werden nicht ausgezahlt, sondern direkt dem Beitragskonto gutgeschrieben.

Der Zugang wurde von der SVA erleichtert. Bisher war eine längere andauernde Arbeitsunfähigkeit von mindestens 3 Monate erforderlich, künftig ist eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 6 Wochen ausreichend.

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Abzugsfähigkeit von Spenden bei Kapitalgesellschaften

Gem § 12 (1) Z 5 KStG sind freiwillige Zuwendungen (Spenden) nicht abzugsfähig. Eine Ausnahme besteht für Zuwendungen nach § 4a ESG oder nach § 8 (4) Z 1 KStG. § 8 (4) Z 1 KStG verweist auf § 18 (1) Z 7 EStG, welcher wiederum auf § 4a EStG verweist.

 

Gem § 4a EStG gelten freiwillige Spenden aus dem Betriebsvermögen zu begünstigten Zwecken an begünstigte Einrichtungen als Betriebsausgabe, als sie 10% des Gewinnes des unmittelbar vorangegangen Wirtschaftsjahres nicht übersteigen. Werden neben Geldleistungen auch Wirtschaftsgüter zugewendet, sind diese mit dem gemeinen Wert anzusetzen. Nach § 4a (2) Z 1 EStG gilt als begünstigter Zweck die Durchführung von der österreichischen Wissenschaft dienende Forschungsaufgaben oder der österreichischen Erwachsenenbildung dienen Lehraufgaben, welche die wissenschaftliche oder künstlerische Lehre betreffen und dem Universitätsgesetz 2002 entsprechen, sowie damit verbundene wissenschaftliche Publikationen und Dokumentationen durch die in Abs 3 genannten Einrichtungen.

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Unterentlohnung – Strafen stark angehoben

Eine Unterentlohnung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer nicht das nach Gesetz, Kollektivvertrag oder Verordnung zustehende Entgelt enthält.

Erhöhte Strafen für Unterentlohnung:

Sind höchstens drei Arbeitnehmer betroffen, beträgt die Geldstrafe für jeden Arbeitnehmer EUR 1.000,00 bis EUR 10.000,00. Wurden mehr als drei Arbeitnehmer unter den Bestimmungen bezahlt. liegt das Strafausmaß zwischen EUR 2.000,00 und EUR 20.000,00 je Arbeitnehmer.

Im Wiederholungsfall erhöht sich das Strafausmaß.

->Strafe kann entfallen – Im Gesetz wird geregelt, dass keine Strafe zu entrichten ist, wenn der Arbeitgeber die Differenz zwischen dem tatsächlich geleisteten Entgelt und dem Entgelt, das dem Arbeitnehmer zusteht, vor einem Kontrollorgan bezahlt wird.  Von einer Strafe kann auch abgesehen werden, wenn die Unterschreitung gering war oder nur leichte Fahrlässigkeit von Seiten des Arbeitgebers vorlag.

Verjährungsfrist:  Die Frist für die Verjährungsfrist beträgt drei Jahre.

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Rechtsprechung: „Echtes“ Dienstverhältnis von Pizzazustellern

Bei einfachen manuellen Tätigkeiten oder Hilfstätigkeiten, die in Bezug auf die Art der Arbeitsausführung und die Verwertbarkeit keinen ins Gewicht fallenden Gestaltungsspielraum des Dienstgebers erlauben, kann bei Integration des Beschäftigten in den Betrieb des Beschäftigers – in Ermangelung gegenläufiger Anhaltspunkte – das Vorliegen eines Beschäftigungsverhältnisses in persönlicher Abhängigkeit im Sinne des § 4 Abs. 2 ASVG ohne weitwendige Untersuchung vorausgesetzt werden (vgl. – ebenfalls zu einem Pizzazusteller – das Erkenntnis vom 26.01.2010/ Zl. 2009/08/0269).

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